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»Così fan tutte« Staatstheater Braunschweig

Bereits in der Ouvertüre wird auf der Bühne die Frage gestellt: Warum will Don Alfonso die jungen Pärchen auf die Probe stellen? Selten befasst sich eine Inszenierung mit der Frage, was Don Alfonso’s Intention ist. Mit diesem Beginn wird deutlich, dass die Regisseurin den Abend nicht nur als Komödie versteht.

Die Geschichte von »Così fan tutte« ist eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle. Die jungen Paare durchleben alle Emotionen. Das Verkleidungsspiel und diese extremen Gefühle werden visuell durch Clowns repräsentiert. Die Auslieferung der Schwestern gegenüber Don Alfonso’s Plan trifft den Zuschauer somit umso mehr. Wer möchte schon einen weinenden Clown sehen? Es gibt keine Komödie ohne Tragödie.

Die Dimensionierung des Bühnenbilds – die Darstellung eines Dorfs – erzeugt Tiefe. Der Chor hilft dabei, dieses bewohnt aussehen zu lassen. Insgesamt bilden das Arrangement und die Bespielung eine homogene Masse, bei der es auch viel zu lachen gibt.

Fakten zur Inszenierung

Schwierigkeitsgrad: Als erste Oper geeignet
Haus: Staatstheater Braunschweig
Inszenierung: Lotte de Beer
Musik: Wolfgang Amadeus Mozart
Libretto: Lorenzo da Ponte
Sprache: Italienisch
Premiere: 2013
Besucht: 2014
Spieldauer ohne Pause: Ca. 3 Stunden
Worauf Sie sich freuen können: Kuriose Kostüme, heitere Show-Einlagen, ein wimmelndes Bühnenbild