Opernführer

»Der fliegende Holländer«

Ebenso »romantisch« wie das Libretto der Oper »Der fliegende Holländer«, liest sich auch eine kursierende Entstehungsgeschichte. Wagner wollte von Riga nach London reisen. Da in der Postkutsche kein Platz mehr für seinen Hund, einen Neufundländer namens »Robber« war, reiste er mit dem Schiff. Die stürmische Überfahrt (mit einem Halt in Sandvika) hat ihn dann zum Holländer inspiriert. Unabhängig vom Wahrheitsgehalt dieser Geschichte, lässt sich nicht überhören, wie genau Wagner die Naturgewalten studiert und in Musik übersetzt hat.

Apropos Riga: Eine glaubhaftere Geschichte gibt es zu einer architektonischen Besonderheit von Wagners Festspielhaus in Bayreuth zu berichten. Der gedeckelte Orchestergraben ist nicht einsehbar und unter der Bühne versteckt, damit sich die Zuhörer nicht vom Anblick der Musiker ablenken lassen. Die Inspiration für diese akustische und visuelle Besonderheit soll Wagner in Riga erhalten haben. Während seiner Kapellmeisterzeit (1837-1839) hat er sich vermutlich vom dortigen Orchestergraben inspirieren lassen, der besonders tief und abgedunkelt war.

 

Visualisierte Handlung von »Der fliegende Holländer« von Richard Wagner

 

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Quellen:
Opera-Guide
Wikipedia
Wau wau Wagner: Wie Richard Wagner auf den Hund gekommen ist